Startseite | Newsletter | Kontakt | Impressum/Datenschutz | Registrierung
Sie befinden sich hier: Start KAV Berlin > Verband > Kooperationen > Gangway e.V.

KAV Berlin unterstützt Jugendprojekt

Öffentliche Arbeitgeber und junge Erwachsene auf unkonventionelle Art zusammenbringen? Das Lichtenberger Jugendcafé „Maggie“ des Vereins Gangway e.V. macht es möglich. Seit Februar unterstützt der Arbeitgeberverband das Projekt, das der Berufsorientierung von Jugendlichen und jungen Erwachsen dient.

„Mit dem Jugendcafé Maggie entsteht jeden Mittwoch bis Freitag von 14 Uhr bis 20 Uhr ein Anlaufpunkt, der allen Jugendlichen und jungen Erwachsenen von 16 bis 27 Jahren eine Plattform zum Austausch und Mitwirken bietet“, erzählt die Streetworkerin Ute Evensen. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Jan Becker und Praktikanten, sowie einem Bundesfreiwilligen betreut sie das Maggie. Zu den Zielen des Jugendcafés erläutert sie: „Wir möchten jungen Menschen Orientierung bieten und unterstützen sie auf ihrem Weg in eine Berufsausbildung oder ein Studium.“

Genau dabei unterstützt auch der KAV Berlin das Projekt. Geplant sind gemeinsame Veranstaltungen zur Berufsorientierung. Jugendliche sollen mit öffentlichen Arbeitgebern in einer gewohnten Umgebung in Kontakt kommen, und sich über berufliche Perspektiven informieren. Tagtäglich beweisen die im KAV Berlin organisierten Arbeitgeber soziales Engagement. „Da lag es nahe, sich in dem Sozialprojekt von Gangway zu engagieren“, erklärt die KAV-Geschäftsführerin Claudia Pfeiffer die Motive des Arbeitgeberverbandes, sich an dem Projekt zu beteiligen.

Von der Straße für die Straße

Gangway - das ist Straßensozialarbeit mit jugendlichen und erwachsenen Menschen in Berlin. Rund 70 Sozialarbeiter arbeiten in 23 Teams: 14 Teams machen klassische Straßensozialarbeit mit Jugendlichen, 3 Teams arbeiten mit Erwachsenen im öffentlichen Raum und 6 Teams unterbreiten streetwork ergänzende Angebote. Ziel ist es, die Menschen dabei zu unterstützen, ihr Leben eigenverantwortlich in die Hand zu nehmen. Gangway e.V. wurde 1990 gegründet, wird vom Senat und den Bezirksämtern gefördert und durch Spendengelder unterstützt.

Von Anfang an dabei

Bereits vor der Eröffnung des Jugendcafés waren öffentliche Arbeitgeber an der Planung beteiligt. Studenten der Fachrichtung Dienstleistungsmanagement der im KAV Berlin organisierten Hochschule für Wirtschaft und Recht erarbeiteten beispielsweise eine Marktanalyse und erstellten unter der Leitung der Professorin Dr. Vittoria von Gizycki ein Marketing- und Sponsoringkonzept.

Vor allem Mithilfe des Sponsoringkonzeptes wurde ein Leitfaden entwickelt, weitere starke Partner für das Café zu finden.

Prof. Dr. von Gizycki: „Für die Studenten der HWR war es die perfekte Gelegenheit, nicht nur mit Engagement ein Praxisprojekt durchführen zu können, sondern als zukünftige Kunden des Jugendcafés ihr eigenes Angebot zu gestalten.“

Selbstbestimmte berufliche Orientierung

Der KAV Berlin unterstützt das Jugendcafé vor allem bei der selbstbestimmten beruflichen Orientierung. Unter dem Projektnamen „CareerCenter – Selbstbestimmte berufliche Orientierung“ gibt der Arbeitgeberverband nicht nur finanzielle Unterstützung für Jugendliche und junge Erwachsene bis 27 Jahren, die bislang ohne Ausbildung oder Schulabschluss sind.

Wissenschaftliche Begleitevaluation

Die Kooperation wird während der Projektphase durch Prof. Dr. Birgit Steffens, Professorin im Fachbereich Soziale Arbeit beim KAV-Mitglied Evangelische Hochschule Berlin (ehb), und den Doktoranden Frank Clemenz begleitet und evaluiert. Unterstützt wird das Forschungsteam durch Studierende der EHB.

“Ziel der wissenschaftlichen Begleitung ist es, die konzeptionelle und strukturelle Umsetzung des Projektes - Café für junge Leute in Lichtenberg – unter besonderer Berücksichtigung und Beteiligung der anvisierten Nutzerinnen und Nutzer aus dem Bezirk zu überprüfen und bewerten”, so Prof. Dr. Steffens.

Ein erstes exploratives Gespräch mit den Mitarbeitenden des Cafés hat zu einer Operationalisierung der Fragestellung geführt. Die nächsten Schritte beziehen sich auf den sekundäranalytischen Teil der Untersuchung und fokussieren die potentiellen Nutzergruppen im Bezirk Lichtenberg. Dabei werden soziodemographische Daten sowie Daten zur sozialen Infrastruktur gesammelt und analysiert.