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Die Öffentlichen 2025

Ein Podiumsgespräch mit Vertretern aus dem Mitgliederkreis zeigte zugleich Visionen und Beispiele zur Umsetzung der Digitalisierung im Arbeitsalltag auf. Gemeinsam mit dem KAV Berlin blickten Thomas Abel, Dr. Andrea Bör, Volker Heller, Sebastian Ruff, und Dirk Schulte in die Zukunft der Arbeit der Öffentlichen 2025.

Volker Heller sieht durch den digitalen Wandel neue Aufgaben auf die Bibliotheken zukommen. Die ZLB treibe die Frage um, wie Teilhabemöglichkeiten für alle garantiert werden könnten, wenn die Nutzung digitaler Angebote eine technische Ausstattung und Kompetenz voraussetze, über die nicht jeder verfüge. Seine Einrichtung sei dabei, hierfür Konzepte und Ideen zu entwickeln. Von den Beschäftigten verlange dies Offenheit für Neues und Mut zum Experiment.

Volker Heller, Vorstand und Managementdirektor der Stiftung Zentral- und Landesbibliothek Berlin: „Wenn die Kommunalen Unternehmen und die Berliner Verwaltung die gesamte Bevölkerung mit Online-Services erreichen will, braucht es Konzepte für die Teilhabe der Bevölkerungsteile, denen – aus welchen Gründen auch immer – kein souveräner Umgang mit digitaler Kommunikationstechnik möglich ist. Das Netz Öffentlicher Bibliotheken kann eine Lösung für dieses Problem bieten.“

Dirk Schulte benannte es als wichtigste Aufgabe im Personalbereich, die Beschäftigten in die digitale Welt mitzunehmen. Die BVG habe hierfür auf den verschiedenen Ebenen Dialogforen initiiert, in denen gemeinsam konkrete Vorstellungen von der künftigen Arbeit bei der BVG entwickelt würden. Ein weiteres wichtiges Thema ist auch der Datenschutz. Denn alle digitalen Daten erfordern auch eine besondere Sicherheit bei der Speicherung.

Dirk Schulte, Vorstand Personal / Soziales Berliner Verkehrsbetriebe (BVG): „2025 scheint noch weit in der Zukunft zu liegen. Für ein Verkehrsunternehmen mit seinen langfristigen Planungen ist das aber quasi übermorgen. Eine neue Unternehmenskultur, neue Arbeitsformen und Handlungsweisen sind nötig, um viele der anstehenden Herausforderungen zu meistern. Aber wer versucht, diesen Wandel einfach von oben anzuordnen, wird scheitern. Es geht nur mit den Menschen. Natürlich ist dafür auf allen Ebenen ein kritischer, aber fairer sozialpartnerschaftlicher Dialog von großer Bedeutung. “

 

 

Thomas Abel hob die Leistungen und das große Potential der kommunalen Unternehmen bei der Entwicklung der digitalen Infrastruktur hervor. Eine entscheidende Zukunftsfrage sei, ob ihnen die Möglichkeit gegeben werde, neue Geschäftsmodelle selbst zu entwickeln. Zentral hierfür sei häufig die Hoheit über die Daten.

Thomas Abel, Geschäftsführer Wasser/Abwasser und Telekommunikation Verband Kommunaler Unternehmen (VKU): „Für kommunale Unternehmen stehen bei der digitalen Transformation gemeinwohlorientierte Ziele im  Vordergrund, um Städte und Gemeinden lebenswerter zu machen und gleichzeitig die Wertschöpfung vor Ort zu stärken. Kommunale Unternehmen nutzen aktiv die Digitalisierung, um neue Lösungen und innovative  Produkte zu entwickeln.“

Dr. Andrea Bör veranschaulichte die Vielzahl der Aufgaben, denen sich Universitäten heute im Zusammenhang mit der Digitalisierung stellen. Studenten erwarteten z. B. zeitgemäße digitale Angebote wie Online-Prüfungen und Online-Notenverwaltung. Wissenschaftler beschäftige u. a. die Frage, wie die großen Datenmengen, die die Forschung täglich produziere, sinnvoll verwaltet und für die Zukunft gesichert werden könnten. Bei allem technischen Fortschritt und der ständigen Erreichbarkeit sei es zugleich auch wichtig, Arbeitsprozesse menschlich zu gestalten.

Dr. Andrea Bör, Kanzlerin Freie Universität Berlin: "Digitalisierung bestimmt unser heutiges Arbeitsleben. Die Informationsfluten und Ablaufgeschwindigkeiten erfordern eine Entschleunigung der Prozesse, um das Arbeitsleben 4.0 menschlich zu gestalten."

Sebastian Ruff lenkte den Blick auf die Geschichte. Sie zeige, dass es immer Wandel gegeben habe - auch in den Museen. Sie befänden sich derzeit wieder im Umbruch. Seine Erfahrung aus der Arbeit mit den Mitarbeitern sei, dass es darauf ankomme, die richtige Haltung zu den Veränderungen zu entwickeln. Die Stiftung Stadtmuseum Berlin ist gerade dabei für jeden sichtbar ihre Bestände zu digitalisieren. Aber Sebastian Ruff betonte, dass dies erst der Anfang des Weges sei, der noch zu beschreiten ist.

Sebastian Ruff, Leiter der Sammlung Kindheit und Jugend, Stiftung Stadtmuseum Berlin: „Die Digitalisierung erfordert eine neue Haltung, damit Museen Geschichte neu erzählen und die Zukunft der Stadt mitgestalten können.“

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