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Personalabteilungen sind das Herzstück von Unternehmen

Personalabteilungen haben neben der IT eine zentrale Rolle bei der Digitalisierung von Arbeitsprozessen. Mensch oder Maschine ist nicht die Frage. Die Frage ist, wie der Mensch besser in die digitalisierte Arbeitswelt integriert wird. Denn nach wie vor ist der Mensch das wichtigste Gut und Personalabteilungen das Herzstück von Unternehmen, wie Claudia Pfeiffer bei der dritten Veranstaltung aus der Reihe „Die Öffentlichen Arbeitgeber 4.0“ mit dem Thema Personal:digital Anfang November die Ergebnisse zusammenfasste.

„Die Digitalisierung selbst löst Druck auf den Menschen aus“, stellte Alexander Lehner, HR Business Partner Manager P&I and gco der SAP Se, zu Beginn der Veranstaltung fest. Die große Angst vor der Digitalisierung sei, dass den Menschen Kompetenz genommen werde. Aber das Credo sollte eher lauten: „Digitalisierung – na und?“, so der keynote-Speaker. Die Mitarbeiter wünschen sich mehr Kommunikation bei der Einführung von digitalen Werkzeugen, sei es durch persönliche Kommunikation bei der Einführung oder ein betriebliches social media. „Wir müssen die Arbeitswelt digital erlebbar machen“ rief Alexander Lehner die Teilnehmer auf. Dafür sei der KAV Berlin mit seinem Netzwerk ein perfektes Austauschmedium.

Für Katharina Hochfeld, stv. Leiterin Fraunhofer Center for Responsible Research and Innovation und Teamleiterin Unternehmenskultur und Transformation, ist es besonders wichtig, dass Arbeitgeber eine Unternehmenskultur 4.0 haben. Und dies möglichst, bevor digitale Werkzeuge im Unternehmen eingesetzt werden. Aus ihren Studien geht hervor, dass der Bereich Human Ressources der Innovationsmotor sein und damit auch das Tempo der Ausgestaltung digitaler Prozesse bestimmen sollte. Vorab ist aber eine Einbindung der Mitarbeiter von zentraler Rolle. Bislang herrsche meist ein Silodenken vor: „Tools werden von oben eingeführt, aber die Mitarbeiter nicht mitgenommen“. Ein Lob gab es von der Wissenschaftlerin für die kommunalen Unternehmen in Berlin, mit denen sie zusammenarbeitet. „Gerade in Berlin sind kommunale Unternehmen, wie beispielsweise die BVG, BSR oder die Berliner Wasserbetriebe sehr innovativ,“ so Katharina Hochfeld.

Welche Projekte bislang bei KAV-Mitgliedern eingeführt wurden und welche Probleme oder Erfolge es dabei gab, schilderten Lisa Besler vom Forschungsverbund Berlin e.V., Manuela Piehl von Vivantes und Dr. Jens Prinzhorn von STADT und LAND Wohnbauten. „Wir waren ein Projektteam von 20 Leuten und haben versucht alle mitzunehmen,“ erzählte die Leiterin Personal des Forschungsverbund Berlin Lisa Besler. Insgesamt habe es eineinhalb Jahre bis zur Einführung einer digitalen Personalakte gedauert. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass dies der richtige Weg war“, so Lisa Besler. Es sei wichtig, sich zu Beginn des Prozesses Gedanken zu machen, was mit den Menschen passiert, deren Jobs sich verändern.

Ganz anders war die Einführung einer digitalen Personalakte bei Vivantes. Manuela Piehl, Leiterin Ressort Personalwirtschaft, berichtet, dass sie gemeinsam mit nur einer Kollegin für das Projekt zuständig war. Nicht immer waren alle Kollegen von dem Tool überzeugt. Aber es hat einen klaren Vorteil, so Manuela Piehl: „Statt mit Aktenbergen können wir uns heute mit den Menschen dahinter beschäftigen.“ Damit steige auch die Wertigkeit von Tätigkeiten. Denn die Mitarbeiter können nun hochwertigere Tätigkeiten ausführen, statt Papier zu sortieren. Ganz wichtig war auch der Rückhalt der Geschäftsführung bei der Einführung digitaler Prozesse: „meine Geschäftsführung steht hinter den Projekten“, erklärt sie.

Dr. Jens Prinzhorn leitet die neue Stabsstelle Digitalisierung und Innovationsmanagement bei der STADT UND LAND. Als erfahrenem Langstreckenläufer ist Dr. Jens Prinzhorn bewusst, dass bei der digitalen Transformation viel Ausdauer erforderlich ist, ebenso wie die Bereitschaft der Mitarbeiter, die Unternehmenskultur und -organisation mitzudenken sowie die Veränderungsprozesse mitzugestalten. Wichtig sei es „den Weg zur Lösung zu finden“ und die Mitarbeiter mitzunehmen. Sein Anliegen ist es, vom Mitarbeiter ausgehend Veränderungsprozesse zu überdenken und die Mitarbeiter Schritt für Schritt an die modernen Tools heranzuführen.

Ein weiteres highlight der Veranstaltung waren die drei start-ups JobUFO, tandEMPLOY und shyftplan, die den Mitgliedern ihre Produkte bei einer Ideenmesse vorstellten. Die drei Unternehmen haben sich auf digitale Lösungen im Personalbereich spezialisiert. JobUFO bietet ein Tool für Videobewerbungen an, das Benjamin Maischak präsentierte. Jakob Schmalör stellte die matching Software von tandEMPLOY vor. Wie Dienstpläne online gestaltet werden können, zeigte Jan-Martin Josten von shyftplan.

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