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Arbeitnehmern Mut machen

Am 11. Oktober traf sich erneut das BEM-Netzwerk im KAV Berlin. Mit Blick auf den Pariser Platz und dem Reichstag im Hintergrund wurde die zentrale Frage diskutiert, ob sich ein Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) besser firmenintern oder mit einem externen Partner gestalten lässt. Außerdem blickte der Moderator und BEM-Spezialist Sebastian Günther auf aktuelle Urteile.

Gastgeber des Netzwerktreffens war das KAV-Mitglied Akademie der Künste. Die Akademie zählt zu den ältesten europäischen Kulturinstituten. Mit über 1200 Künstlernachlässen und einer umfangreichen Kunstsammlung und Bibliothek gehört das Archiv der Akademie zu den bedeutendsten interdisziplinären Archiven zur Kunst des 20. Jahrhunderts. Maximilian Müllner, Verwaltungsdirektor der Akademie der Künste und Mitglied des Vorstandes des KAV Berlin, begrüßte die Teilnehmer und würdigte den KAV Berlin als wichtigen Partner und starken Verband mit vielen Leistungen.

Zu Beginn eines jeden Netzwerktreffens stehen rechtliche Aspekte im Vordergrund: Welche Leistungen Arbeitgeber im Rahmen eines BEMs erbringen müssen, stellte der Rechtsanwalt Sebastian Günther mit aktueller Rechtsprechung dazu vor.

„Du fehlst mir“

Martina Chladek von der Gesundheitskasse Nordost stellte die Gesunde Arbeitswelt der AOK Nordost vor. Als externer Partner bietet die Gesundheitskasse zahlreiche Angebote für Arbeitgeber an. Die AOK Nordost beschäftigt selbst 5.600 Beschäftigte an unterschiedlichen Standorten, für die die Gesundheitskasse ein umfangreiches innerbetriebliches Gesundheitsmanagement hat.

Arbeitgeber unterstützt die Gesundheitskasse beim Aufbau des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM). Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) erhalten Informationen, Erfahrungsaustausche und innovative Angebote der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF), wie beispielsweise die Qualifizierung zum innerbetrieblichen Experten für BGM in vier Modulen. Oder Angebote zur gesunden Führung, zur Digitalisierung in der Arbeitswelt von KMU. Bei allen Punkten geht es darum, Gesundheitsverhalten zu fördern, zu unterstützen und zu verändern. Es gibt auch Angebote zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement.

Die AOK Nordost als Arbeitgeber hat die Prozesse des innerbetrieblichen Eingliederungsmanagements in einer Rahmen-Dienstvereinbarung festgelegt, wie Martina Chladek ausführt. Als Arbeitgeber ist es der Gesundheitskasse wichtig, den Fokus auf die Beratung zu legen und ein humanitäres Zeichen zu setzen. „Du fehlst mir, ich möchte, dass du gesund wiederkommst“ ist dabei die zentrale Botschaft an die Arbeitnehmer.

Drei Gesundheits- und Sozialberater bündeln die Kompetenz und beraten regional. Die Dienstvereinbarung regelt Umsetzung und Verantwortlichkeiten sowie Beteiligung am BEM.

Eigenes BEM-Budget

Caterina Bosdorf vom KAV-Mitglied Wilmersdorfer Seniorenstiftung berichtete anschaulich über die dortigen BEM-Maßnahmen. Eine 2014 abgeschlossene Betriebsvereinbarung sah ein Integrationsteam sowie ein BEM-Budget pro Mitarbeiter vor.

„Das BEM wurde sehr gut von den Mitarbeitern angenommen. Einige Mitarbeiter kamen auch ohne eine Einladung zum BEM-Gespräch auf uns zu“, so Caterina Bosdorf. In der Folge kam es zu Arbeitszeitreduzierungen, Schichtanpassungen oder einer Qualifizierung der Mitarbeiter für andere Tätigkeiten.

BSR macht Mut

Für den BEM-Koordinator der BSR, Frank Batsch, ist es wichtig, den Mitarbeitern mit dem BEM „Mut zu machen“. Dabei ist eine solide Vertrauensbasis ein wichtiger Faktor. Die BSR legte erstmals 2005 mit einer Dienstvereinbarung Regeln für ein BEM-Verfahren fest. Diese wurde 2011 erneuert.

Frank Batsch hat ein BEM-Symposium mit work-shop-Charakter ins Leben gerufen. Themen waren starke Partnerschaften und Netzwerke. Im August 2018 findet ein weiteres Symposium statt (den Bericht dazu finden Sie hier). 

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