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Wie funktioniert ein Schwimmbad?

Regelmäßiges Wasserplatschen, schrille aber gleichmäßige Pfiffe aus der Trillerpfeife und Befehle vom Wasserrand. Es ist unheimlich laut und viel los an diesem Donnerstagabend in der Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg der Berliner Bäder-Betriebe. Die Mentee und Badleiterin Petra Denecke führt die rund 20 Teilnehmer der Betriebsbesichtigung im Rahmen des Cross-Mentoring-Programms durch die Halle und erklärt, wie ein Schwimmbad funktioniert. 

Wasser als Quell der Erholung

Bevor es in die Halle geht, geben noch zwei weitere Mentees der Berliner Bäder-Betriebe einen Einblick in das Unternehmen und die Geschichte der Berliner Badkultur. Die frühen Paläste der Gesundheitsvorsorge und deren Architektur und Bedeutung für die Bevölkerungen waren Themen des Vortrags vom stellvertretenden Badleiter des Schwimmbads am Spreewaldplatz und Mentee, André Tabbert. Anschaulich zeigte er auf, wie Wasser schon im 19. Jahrhundert als Quell der Erholung galt. 

Von der Sauberkeitserziehung im 19. Jahrhundert mit den Schwimmbädern als Mahnmale der Gesundheit bis hin zu Spaßtempeln im Jahr 2016 war es ein weiter Weg. Dennoch schaffte die Mentee und Leiterin Qualitätsmanagement und Sicherheit Jasmin Schulze den Bogen und stellte den größten kommunalen Badbetreiber mit seinen aktuell 62 Bädern, 710 Beschäftigten und 6,4 Millionen Besuchern im Jahr 2015 vor. Die Berliner Bäder-Betriebe bieten alles was sich Wasserbegeisterte nur vorstellen können: Angehende Meerjungfrauen können sich Flossen anziehen und sich in Mermaid-Kursen wie echte Wassernixen fühlen. Neben diesem exotischen Angebot gibt es natürlich Schwimmkurse für Kinder und Erwachsene und ein vielfältiges Angebot an Aqua-Fitness-Kursen. 

Die „alte Dame“ teilt das Becken 

In der Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg liegt der Schwerpunkt auf dem leistungssportlichen Aspekt des Wassers. Mit lauter Stimme versucht Petra Denecke den Lärm der Badegäste zu überschallen. Das Schwimmbecken ist geteilt. Die eine Hälfte nutzen die Wasserfreunde Spandau 04 für ihr Wasserballtraining, die andere Hälfte nutzt ein Schwimmverein. Denn die Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg verfügt über ein teilbares Schwimmbecken. Bei Bedarf kann es mithilfe einer Brücke halbiert oder auch auf die Maße 20 Meter und 30 Meter eingestellt werden, wie die Badleiterin erzählt: „Je nachdem was die jeweiligen Gäste benötigen, können wir das Becken mit unserer alten Dame aufteilen.“ Petra Denecke bezeichnet die Brücke aus dem Jahr 1965 liebevoll als „alte Dame“. 

Die Halle blickt auf eine bewegte und auch erfolgreiche Zeit zurück. Erbaut 1965 nach dem neuesten Stand der Technik schwamm Mark Spitz 1967 dort zwei seiner Weltrekorde im Delphin und es wurden insgesamt 38 deutsche Rekorde gebrochen. Heute ist die Schwimmhalle Bundesstützpunkt im Wasserhandball und hat alles was ein Wasserballerherz begehrt: Vom Massageraum bis zur hausinternen Sauna gibt es alles. Doch besonders wichtig sind die Technik, und die Menschen, die hinter dem Schwimmbad stecken. 

Als Badleiterin springt Petra Denecke da ein, wo gerade Not am Mann oder der Frau ist. Das kann an der Kasse sein, wenn die Servicekraft krank ist. Oder am Beckenrand als Badewärterin, oder sie hilft im Bereich der Technik aus. Und die Technik stellt die Badleiterin auch ausführlich vor. Nach dem Blick auf das wuselige Schwimmbecken geht es die Treppe hinunter unter das Becken. 

Unter dem Schwimmbecken 

Vorbei an den Umkleidekabinen geht es durch einen schmalen Gang in den unteren Teil des Schwimmbades. Direkt unterhalb des Beckens verlaufen viele Rohre für den Zu- und Ablauf des Wassers. Mithilfe einer Kooperation mit den Berliner Wasserbetrieben wird das Wasser erhitzt. Doch wie viel Wasser passt in das 50-Meter-Schwimmbecken? Das will die Badleiterin wissen. Alle Schätzungen liegen daneben. „Unser Becken fasst 6 Millionen Liter. Das entspricht ungefähr 30.000 Badewannen, “ erklärt Petra Denecke. Sie fügt hinzu: „Wir benötigen vier Tage für einen Komplettaustausch des Wassers.“ 

Nicht nur über diese Information staunen die Teilnehmer der Betriebsbesichtigung. Einmal rund um das Becken, vorbei an der Technik für die „alte Dame“ alias Beckenbrücke, Rohren, Wasserab- und zuläufen führt die Besichtigung. Alte und hochmoderne Technik wird bestaunt und die Teilnehmer sind sich einig: Es bedarf weitaus mehr Technik und Menschen, um ein Schwimmbad zu betreiben, als vorher gedacht.

 

Bilder der Veranstaltung finden Sie hier (passwortgeschützter Bereich)

 

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