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Namhafte Hauptstadtbetriebe stärken Ausbildung als Integrationskraft

Dr. Franziska Giffey, Neuköllner Bezirksbürgermeisterin und zugleich Chefin einer großen Ausbildungsbehörde mit über 200 Nachwuchskräften, gab am 30. November 2017 gemeinsam mit Andreas Germershausen, dem Integrationsbeauftragten des Berliner Senats, den Startschuss für die Kampagne „Ausbildung – Eine Frage der Einstellung“.

Namhafte Betriebe und Behörden kamen ins Rathaus Neukölln, um als gute Beispiele für eine interkulturell geöffnete Ausbildung zu werben: Von der Polizei Berlin und der Berliner Feuerwehr über das IT Dienstleistungszentrum, die Berliner Wasserbetriebe, den Klinikkonzern Vivantes, die Berliner Bäderbetriebe, den Flughafen Berlin Brandenburg bis hin zu den Wohnungsbaugesellschaften Howoge sowie Stadt und Land. Mit der Senatsinitiative Berlin braucht dich! konnte in zehn Jahren der Anteil der neueingestellten Azubis mit Migrationshintergrund beim Land Berlin von 8,7 % auf 25,1 % gesteigert werden. Damit ist die Hauptstadt als Arbeitgeberin aber noch nicht am Ziel. Die Vielfalt in der Ausbildung soll zum Normalfall in der Berliner Arbeitswelt werden.

Die zehn Kampagnenbetriebe möchten ihren Gewinn an interkultureller Kompetenz weitergeben und zeigen, wie es geht. Wie werden Praktika gestaltet, um die duale Ausbildung zur attraktiven Zukunftsoption für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund zu machen? Welche Elemente im Einstellungsverfahren wirken ausgrenzend und wie müssen sie verändert werden, damit sich die Vielfalt in der Bevölkerung in der Berufswelt widerspiegelt? Sind die herkömmlichen Wege zur Rekrutierung mit den üblichen Einstellungstests noch zeitgemäß?

Andreas Germershausen sagte zum Hintergrund der neuen Kampagne: „Immer noch scheiden überdurchschnittlich viele Jugendliche aus Familien mit Einwanderungsgeschichte ohne Perspektive auf Ausbildung aus der Schule aus. Ihre Ausgrenzung müssen wir verhindern. Hierfür müssen wir die Ausbildung nutzen, denn sie hat ein hohes Potenzial für gesellschaftliche und berufliche Integration.“

Dr. Franziska Giffey betonte mit Blick auf die Beteiligung des Bezirksamtes Neukölln, dass „der Öffentliche Dienst eine Vorbildfunktion hat, wenn es darum geht, Diskriminierung abzubauen und die interkulturelle Öffnung voranzutreiben. Damit gewinnen wir dringend benötigten Nachwuchs und gestalten gleichzeitig den Zugang zur Ausbildung chancengleich.“

Auch der Arbeitgeberverband KAV Berlin und die Gewerkschaft Ver.di unterstützen die Kampagne. Die KAV-Geschäftsführerin Claudia Pfeiffer und die Ver.di Landesbezirksleiterin Berlin-Brandenburg Susanne Stumpenhusen bezogen dazu gemeinsam Stellung: „Die Integration von Jugendlichen mit Einwanderungsgeschichte in die Ausbildung unserer Mitgliedsbetriebe ist uns ein wichtiges Anliegen, das wir gemeinsam aktiv vorantreiben, um ihnen eine berufliche Perspektive zu ermöglichen.“

Ines Fiedler, Vorständin des IT Dienstleistungszentrums Berlin, drückte ihre Motivation zur Teilnahme an der Kampagne mit deutlichen Worten aus: „Spaß an Technik und IT ist unabhängig von Herkunft, Aussehen und Religion. Durch unsere Beteiligung an Berlin braucht dich! öffnen wir die Ausbildung beim ITDZ nachhaltig und sind erfolgreicher bei der Rekrutierung von Auszubildenden. Unseren Erfolg wollen wir jetzt gerne teilen.“

Die Workshops für den Transfer der Berlin braucht dich! Werkzeuge richten sich nicht nur an Betriebe, sondern auch an Schulen, Verbände, Kammern und Innungen, die mit dem Thema Vielfalt vorankommen wollen. Sie finden in der ersten Jahreshälfte 2018 statt. Alle Informationen zur Kampagne und den Werkzeugen sind zu finden auf der Berlin braucht dich! Website auf den verschiedenen Social-Media-Kanälen.

Ausbildung: Eine Frage der Einstellung

Doro Zinke (DGB, li.) und Claudia Pfeiffer
Foto: BQN / Judith Affolter

Der KAV Berlin beteiligt sich als Sozialpartner an der neuen Landeskampagne „Ausbildung: Eine Frage der Einstellung“. Kampagnenvorstellung war am 16. Juni durch die Senatorin für Arbeit, Integration und Soziales, Elke Breitenbach und den Integrationsbeauftragten des Landes Berlin Andreas Germershausen.

Die Benachteiligung von Jugendlichen mit Migrationsgeschichte auf dem Arbeitsmarkt erweist sich als hartnäckig. Umso wichtiger sei es, so Germershausen, die gemeinsamen Anstrengungen in Sachen „Einstellung“ bei Berlin braucht dich! noch einmal zu verstärken.

Deshalb initiiert der Integrationsbeauftragte eine neue Kampagne. Unter dem Motto „Ausbildung: Eine Frage der Einstellung“ zeigen Unternehmen und Behörden dabei gemeinsam Gesicht für mehr Vielfalt in der Ausbildung. Ziel ist es, die Instrumente von Berlin braucht dich! in die Breite zu tragen und Schulen und Betriebe anzusprechen, die von den Werkzeugen zur interkulturellen Öffnung des Übergangs Schule – Beruf profitieren können. Schon an Bord sind: Vivantes, IT-Dienstleistungszentrum Berlin, Berliner Bäderbetriebe, Bezirksamt Neukölln, Senatsverwaltung für Inneres und Sport, Freie Universität Berlin, Berliner Feuerwehr, Howoge, Stadt und Land. Neben dem KAV Berlin engagieren sich auch die Gewerkschaft ver.di und der DGB als Sozialpartner an der neuen Ausbildungskampagne.

„Unsere Mitglieder, also öffentliche Arbeitgeber, sind bereits engagierte Ausbilder von jungen Menschen mit Migrationshintergrund. Die Zahl der Auszubildenden mit Migrationshintergrund steigt bei den Betrieben mit Landesbeteiligung in den letzten Jahren kontinuierlich an. Jetzt sollten auch Unternehmen der Privatwirtschaft diesem erfolgreichen Beispiel folgen“, betont Claudia Pfeiffer. Die öffentlichen Arbeitgeber in Berlin haben einen Vorbildcharakter, was die Beschäftigung von Auszubildenden mit Migrationshintergrund anbelangt. Dies belegen auch aktuelle Zahlen von BQN Berlin. Bei Betrieben mit Landesbeteiligung hatten 2016 alleine 28,5 Prozent der 832 neu eingestellten Auszubildenden einen Migrationshintergrund (2015: 24,2 %). 

Elke Breitenbach, Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, betonte: „Wir sind auf dem richtigen Weg, müssen aber an einigen Stellen nochmal anschubsen.“ Sie verknüpft dazu in ihrer politischen Agenda die beiden Achsen Arbeitsmarkt- und Integrationspolitik: „Berlin verfügt als Arbeitgeber über die Möglichkeit, die eigene Verwaltung und die Betriebe mit Landesbeteiligung durch gezielte Personalpolitik interkulturell zu öffnen und mit gutem Beispiel voran zu gehen.

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