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Nahverkehrsarbeitgeber legen Angebote vor

Berlin, 28. Mai 2018. ver.di versucht mit einer Kundgebung Druck auf die Nahverkehrsarbeitgeber BVG AöR und Berlin Transport GmbH in der aktuellen Tarifrunde auszuüben. „Wir sind über die heutige Kundgebung vor der zweiten Tarifverhandlung verwundert,“ so die KAV-Geschäftsführerin und Verhandlungsführerin Claudia Pfeiffer. Und weiter: „Wir haben die erste Verhandlungsrunde, wie üblich, zu einem Austausch der Positionen genutzt. Die Gewerkschaft hat ihre Forderungen erläutert, wir haben unsere Einschätzungen hierzu dargelegt. Eine Protestkundgebung ist aus unserer Sicht zum jetzigen Zeitpunkt eine doch ungewöhnliche Maßnahme.“

Grundlage für die Tarifverhandlungen ist der 2013 abgeschlossene Tarifvertrag Zukunftssicherung. Dieser sieht bis 2020 jedes Jahr eine lineare Entgeltsteigerung im Volumen von 2,5 Prozent vor, wenn das im Tarifvertrag vorgesehene Betriebsergebnis erreicht wird. Obwohl das Betriebsergebnis nicht erreicht wurde, haben die Nahverkehrsarbeitgeber bereits in der 1. Runde ein Angebot von 2,5 Prozent Erhöhung der Entgelte vorgelegt. Dies ist aus Sicht der Arbeitnehmer nicht genug. Ver.di fordert 100 Euro als Mindestbetrag für jeden Mitarbeiter und eine Vorteilsregelung für ver.di-Mitglieder. „Diese Forderungen sind für die Nahverkehrsarbeitgeber nicht finanzierbar,“ stellt die Verhandlungsführerin fest.

Heute hat die Arbeitgeberseite ihr ursprüngliches Angebot nochmal verbessert. Neben einer Entgelterhöhung in Höhe von 2 Prozent in 2018 sollen alle Beschäftigte zusätzlich ein Smartphone erhalten, das auch zur privaten Nutzung freigegeben wird. Die BVG trägt die  Kosten, wie z.B. für die Geräteanschaffungen und die Mobilfunkverträge. Dieses Angebot der Arbeitgeberseite bedeutet eine Steigerung des Volumens auf insgesamt 3 Prozent, obwohl sie nach den tariflichen Regelungen zu einem wesentlich geringeren Angebot verpflichtet wäre. Damit unterstreichen die Arbeitgeber nachdrücklich ihre Wertschätzung der Arbeit der Mitarbeiter und berücksichtigen deren private Lebensbedürfnisse.

„Wir setzen auf Kompromissfähigkeit der Gewerkschaft. Sie dürfen den Blick für die wirtschaftliche Lage der Nahverkehrsarbeitgeber BVG AöR und Berlin Transport GmbH bei den weiteren Verhandlungen nicht verlieren,“ appelliert Claudia Pfeiffer.

Die Verhandlungen werden vereinbarungsgemäß im Juni fortgesetzt.

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